Hallo, mein Name ist Marcel Scholl.
Ich biete Interessenten Vorträge über Stressmanagement und Burn-out-Prävention an (IHK-zertifiziert) und veranstalte außerdem Kurse im intuitiven/meditativen Bogenschießen.
Diese beiden Angebote – das Wissen aus dem Stressmanagement sowie das Erlernen und Ausüben des intuitiven/meditativen Bogenschießens – kombiniere ich zu einem erlebbaren aktiven Weg der Selbsterfahrung. Die Selbstfindung aktiv mit Pfeil und Bogen erfahren!
Ursprünglich habe ich hiermit begonnen, weil ich mich seit jeher für die tiefgreifenden Themen des einzelnen Menschen interessiere. Dabei geht es um das meist Unausgesprochene. Was beschäftigt uns? Was treibt uns an? Was denken und fühlen wir – und warum?
Viel von uns Gedachtes wird nur wenig bis gar nicht „behandelt“, sprich je hinterfragt, ausgesprochen und schon gar nicht verstanden. Wir können unser eigenes Handeln selbst oftmals nicht erklären oder verstehen. Und somit leben wir zwangsläufig auch nicht selbstbestimmt.
Es gilt sich also zu hinterfragen. Sich ein Wissen anzueignen und sich durch Selbstbeobachtung selbst erfahren und (er)kennen lernen, um sich als Konsequenz seiner selbst bewusst werden zu können.
In unserem Kurs vermitteln wir Ihnen die Grundlagen des intuitiven Bogenschießens, dass im Gegensatz zum olympischen Bogenschießen gänzlich ohne technische Zielvorrichtungen erfolgt und geschieht durch das Einüben der technischen Abläufe und deren Verinnerlichung, bis man intuitiv zu einem Gesamtablauf kommt, bei dem Technik und Augenblick im Einklang stehen und sich daraus ein Gefühl des Loslassens ergibt. Meine Aufgabe ist es dabei, Sie im technischen Ablauf zu unterweisen und Sie auf Ihrem Lernweg zu begleiten und anzuweisen.
Ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ machen wir uns auf den Weg, etwas Neues zu erfahren und schauen, was sich auf unserem Weg ergibt.
„Wer nur das Ziel treffen will, geht den einfachen Weg!“ Sind Sie jemand, der den Hintergrund dieser Aussage erfahren möchte und nach Antworten sucht, bisher nicht wissend, zu was genau, aber erahnend, dass etwas dahinterstecken könnte?
Wer den „Umweg“ über sich selbst und über das rein Sportliche hinaus wählt und etwas über sich erfahren möchte, hat während des Erlernens des Bogenschießens die Möglichkeit dazu.
Was Sie über das Bogenschießen hinaus hierbei erfahren können, zeige ich Ihnen hier durch diverse Fragen und Anregungen auf.
- Was beeinflusst und lenkt uns (im Guten wie im Schlechten) in unserem Handeln?
- Was sind unsere Gewohnheitsmuster, sie sich unter anderem in Form von Ungeduld und dadurch bedingt Hektik ausdrücken?
Die fünf inneren Antreiber hierbei sind:
Sei stark! – Sei gefällig! – Sei perfekt! – Mach schnell! – Streng dich an
(Quelle: anti-stress-team.de/blog/resilienz/innere-antreiber)
Diese formten und machten uns zu dem, was wir heute als unsere Charaktereigenschaften definieren.
- Wann und wie bestimmt unser Ego unser Handeln?
- Wann sind unsere Emotionen im Spiel?
Dies sind zumeist Musterabläufe, die, wenn wir uns ihnen nicht bewusst sind, uns wie fremdbestimmt steuern. Nur wenn wir uns dieser „Eigenschaften“ auch bewusst sind, können wir sie bewusst lenken und einsetzen – sowohl beim Bogenschießen als auch im Alltag selbst. Es geht nicht darum, diese Eigenschaften in ein schlechtes Licht rücken zu wollen. Denn diese haben, vorausgesetzt wir sind uns ihnen bewusst und setzen sie dadurch bewusst ein, ihren Nutzen und ihre Berechtigung.
Es geht vielmehr darum, den Unterschied zu erkennen. Den Unterschied zu erkennen, um den oder das Schuldige(n) unserer Sorgen und Problemen nicht nur ausschließlich außerhalb von uns selbst zu suchen. Am Beispiel unserer Übung mit dem Bogen könnte dies ein nicht zufriedenstellender Ablauf sein. Schuld sind dann oft der Bogen, die Pfeile, eine störende Fliege oder der Wind. Ebenso verhält es sich im Alltag, wo schnell jemand oder etwas anderes als wir selbst für unsere Probleme verantwortlich gemacht wird. Denn wir üben immer für das große Ganze. Lernen wir, den Unterschied zu (er)kennen!
Es geht nicht darum, perfekt sein zu wollen oder gar zu müssen. Sondern darum, die Möglichkeit und Chance zu haben, durch ernsthaftes Bemühen nach bestem Wissen und Gewissen immer besser werden zu können. Zu erfahren, wer wir durch unser Handeln in Wort und Tat wirklich sind. Wir dürfen weiterhin Fehler machen. Dessen sollten wir uns stets bewusst sein. Es geht vielmehr um den Weg hin zu einem bewussteren Verhalten.
Wir üben uns erst einmal Schritt für Schritt in die Technik des Bogenschießens ein. Dabei können uns bereits innewohnende Muster, Emotionen oder auch das Ego sichtbar werden. Diese können sich in Form von beispielsweise Ungeduld, Hektik, aber auch Stolz zeigen. Wir können also hierbei erfahren und erkennen, wie sie uns bei unserer Bogenübung beeinflussen oder gar davon abhalten können, fokussiert zu bleiben.
Doch wenn wir beharrlich sind und „dranbleiben“, uns der Übungsschritte mit dem Bogen bewusst bleiben, können wir wachsen und mit unseren „Schwächen“ umzugehen lernen. Dies gilt sowohl für das Bogenschießen als auch für das Leben selbst. Wir müssen dem Gegenwind erst einmal standhalten, um unsere Muster, Emotionen und das Ego infolge dessen erkennen zu können. Wir wollen diese nicht in gut oder schlecht unterteilen, sondern erkennen können, also Voraussetzung für eine bewusste Handhabung oder wenn nötig Veränderung. Es geht darum, wieder zwischen den Zeilen lesen zu können, dass uns wiederum die Möglichkeit gibt eine inneren Balance, unsere Mitte finden zu können, die in gegenseitiger Beeinflussung von Körper und Geist, sowohl in der Bogenübung als auch im Leben selbst uns wieder bewusster unterscheiden und basierend darauf entscheiden lässt, wo und wann unsere Eigenschaften angebracht und hilfreich sind und wann dies nicht der Fall ist.
Sind wir bis bisher, durch all diese uns unbewussten, gewohnheitsmäßigen Handlungen nicht wie fremdgesteuert?
Denn das Eine bedingt durch Ursache und daraus Wirkung stets das Nächste. Ob hier im Rahmen unserer Bogenübung von einem unachtsamen Schritt zum nächsten oder auch bei einem unüberlegten Wort an einen Mitmenschen. Das alles wird zwangsläufig Folgen nach sich ziehen. Und ist das Wort – wie auch der Pfeil – erst einmal losgelassen, gibt es kein Zurück mehr. Gleichzeitig können wir aber auch davon ausgehen, dass es in bewusster, achtsamer Anwendung auch andersherum sein wird.
Viele Menschen lassen es nur schwer zu, beziehungsweise finden keinen wahren Zugang, um sich selbst zu erfahren und sich daraus selbst bewusst zu werden. Nicht umsonst lernen wir zumeist erst durch Niederlagen oder ganz allgemein durch die Tiefen in unserem Leben dazu. Weil wir dann, wenn auch unfreiwillig, den Schmerz und das Leid intensiv und spürbar erfahren und daraus meist nachhaltig geprägt werden, wodurch uns so manches bewusster wird.
Zu viele Termine, Technik, der Leistungsdruck und die Reizüberflutung führen dazu das wir immer seltener zur (inneren) Ruhe kommen. Daraus resultierend verstecken wir uns im Alltag unbewusst meist auch noch hinter den Möglichkeiten und Verführungen jeglicher Konsumierung als Ablenkung vor uns selbst. In diesen vielen Ablenkungen von unserem Selbst verlieren wir leider auch immer mehr den Bezug zu uns selbst. Mit der tragischen Konsequenz von immer mehr unklarem, unüberlegtem bis hin zu unsozialem Handeln in Wort und Tat.
Vielleicht spüren wir insgeheim bereits etwas in uns, das nach Ausgleich strebt und sind auch bereit, über Bücher und Reportagen ein Wissen über diese Ahnungen zu erwerben, um diesen entgegenwirken zu können. Meist jedoch bleiben wir dann an dem entscheidenden Unterschied hängen, dieses Wissen auch zu erfahren und es in die Praxis umzusetzen – mit dem möglichen Resultat, an dem nun noch mehr belastenden Wissen „hängen“ zu bleiben, das wiederum unbewusst zu noch mehr Unausgeglichenheit führen kann. Da durch dieses Wissen wir zwar nun spüren, dass man ja nun etwas tun kann und sollte, wir aber keinen aktiven Zugang und Weg finden, um dies umzusetzen. So treten wir dann häufig auf der Stelle. Weil wir keinen Weg gefunden haben, um es zu spüren, erfahren und begreifen zu können. So wird es letztendlich unmöglich, der Mensch zu werden, der man dachte bereits zu sein beziehungsweise sein möchte.
„Wissen und nichts tun, ist wie nicht wissen.“ ~ Dalai Lama
Das meditative Bogenschiessen richtet sich an alle die, die nicht nur bejahend nickend nach einem theoretischen Vortrag hinauslaufen wollen und sich dann vielleicht dahingehend bestätigt sehen, was sie denn nun schon alles wussten und nun wissen aber sich dennoch schwer tun dies Wissen auch in die Praxis umzusetzen. Der Weg des Bogens bietet sich als ein „spielerisch“ praktischer Weg an, um dies erfahrbar machen zu können. Um uns bewusst zu werden, wer wir durch unser bisheriges Denken und daraus folgendes Handeln wirklich sind. Der Bogenübungsweg als Spiegelbild unseres Selbst!
Wie bereits gesagt, bleiben leider allzu oft viele am theoretischen Wissen hängen und geben dann frustriert auf und fallen in alte Muster zurück. Sie erleben vielleicht ein kurzes Aufflackern und Bemühen, dem Gefühl eines erholsamen Urlaubs gleich. Sie sind anfangs bemüht, diese Entspannung und den Spirit mit nach Hause in den Alltag zu nehmen. Oft ist dies jedoch leider nicht mehr als eine nicht verinnerlichte Diätvorgabe, die schnellen Erfolg verspricht, einen aber leider schnell wieder in alte Muster zurückwirft, weil man keinen nachhaltigen, auf Wissen aufgebauten Weg des schrittweisen Hier und Jetzt verinnerlicht und verfolgt hat.
Es braucht Wissen und darauf aufgebaut ein sich selbst erfahren, um einem Weg Glauben schenken zu können. Und um daraus resultierend auch „dranbleiben“ zu wollen und zu können. Hin zu einer daraus Verinnerlichung des Weges, um nachhaltig handeln oder wenn nötig verändern zu können. Wir müssen nicht die Opfer unserer Muster sein.
Ganz nach dem Motto „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“ konzentrieren wir uns in diesem Kurs ausschließlich auf den jeweiligen nächsten Schritt und immer wieder neu auf das Loslassen. Wir sind uns unseres Zieles bewusst und haben es stets im Blick, denken aber nicht ständig krampfhaft daran. So würden wir ein Ziel nur zu einer Art Feindbild in der Ferne machen und uns letztlich immer weiter davon entfernen, weil wir den Weg dorthin vernachlässigen.
Behutsam wollen wir einem Schritt den nächsten folgen lassen und einen bewussten Übergang schaffen, durch welchen wir uns behutsam und achtsam dem Ziel ohne Gedankensprünge zu machen nähern werden. Indem wir uns auf den Ablauf des jeweils technischen Augenblicks fokussieren nähern wir uns so auf diesem Weg automatisch Stück für Stück unserem Ziel. Bis der Weg und das Ziel schließlich aufeinandertreffen und eins werden und so aus den einzelnen bewussten Schritten durch Übung und Verinnerlichung ein intuitiver und gleichzeitig ein im Ganzen meditativer Verlauf entstehen kann.
Raus aus dem Schwarz-weiß-Denken hin zu einer bewussteren Wahrnehmung, die auch zwischen den Zeilen liest, wollen wir letztendlich nicht das Gesamte aus den Augen verlieren und somit nicht nur andere oder anderes für unser „Unglück“ verantwortlich machen und den Schuldigen dabei stets nur außerhalb von uns selbst suchen. Wir erfahren, was es bedeutet, wenn wir wirklich bei uns sind, welche Kraftquelle in uns steckt und wie wir diese durch bewusstes Erfahren wieder freilegen, ihr vertrauen und sie bewusster nutzen können.
Meditation bzw. ein meditativer Zustand ist eigentlich ein ganz natürlicher Aspekt des Menschen.
Wir können im Grunde gar nicht nicht meditieren. Wir alle meditieren und tun es in irgendeiner Form: ob bei der Arbeit, beim Autofahren, beim Sport oder auch im Falle eines nicht immer alles bewerten wollenden Blicks in die Ferne. Sprich bei jedem gedankenleeren Schauen, Riechen, Fühlen und Erleben im Hier und Jetzt.
Im Zuge unserer Bogenübung lernen wir zu unterscheiden, ob wir uns in etwas eindenken und üben müssen – und wir uns geduldig auch so manches verzeihen müssen – oder ob wir es einfach gedankenfrei/geistig „nur“ noch tun und uns dahingehend vertrauen.
Wir müssen stets von neuem lernen, loszulassen um im Hier und Jetzt zu sein. Sowohl während unserer Bogenübung, bei der wir unsere zu erlernende und später verinnerlichte Technik gedanklich loslassen müssen, als auch bei unseren Gewohnheiten und Mustern, die uns ebenso zuerst bewusst sein müssen, um sie loslassen und für Neues offen sein zu können.
Nur wer Altes loslassen kann, schafft Platz für ein immer wieder neues Hier und Jetzt.
Wir lernen daraus, uns in Geduld zu üben – als unumgängliche Voraussetzung für Gelassenheit und dadurch Glück. Wir wollen erkennen lernen, dass die Umstände – sowohl während unserer Bogenübung als auch in unserem alltäglichen Leben – zunächst einmal so sind, wie sie nun mal sind und dass diese Umstände selbst vielleicht nicht immer gleich veränderbar sind. Sehr wohl aber unsere Wahrnehmung und Denkweise und daraus folgend unser Verhalten gegenüber diesen.
Wir wollen nicht stets nur die „Geräuschkulisse“ außerhalb von uns verantwortlich machen und schuldig sprechen. Wir wollen unterscheiden lernen, wo wir die Dinge beeinflussen und verändern können und wo wir sie (noch) nicht beeinflussen können, um zu lernen, diese anzunehmen und sie als Herausforderung und Chance zu sehen, um letztlich unseren Sorgen und Problemen bewusster gegenübertreten zu können.
Wenn wir selbstbestimmt sind und nicht nur funktionieren wollen, wenn „es läuft“, sondern den jeweiligen herausfordernden Moment als Chance erkennen und wir auf dem Weg bleiben, werden wir uns weiterentwickeln und festigen können.
Es sei erwähnt, dass es hier an erster Stelle um den Alltag unseres Lebens und nicht um die Ausnahmen und Extremen des Lebens geht. Wobei ich mir sicher bin, dass wenn wir uns im Alltag üben und festigen, wir auch in den Ausnahmen und Extremen des Lebens gefestigter und vielleicht weniger überrascht sind und nicht gleich ins Bodenlose fallen müssen.
Ein mangelndes Bewusstsein seiner selbst ist sicher der größte Feind, den wir haben. Weit größer als jeder Einfluss außerhalb von uns, den wir viel zu oft für unseren Unmut verantwortlich machen.
Wir beobachten und verfeinern begleitend und Hand in Hand gehend mit unserer Übung mit dem Bogen stets auch unsere Atemtechnik. Sind wir bewusst bei unserer Atmung, sind wir sowohl „bei uns“ als auch „bei der Sache“. Ob bei der Sitzmeditation oder auch angepasst an unsere Bogenübung.
Jeder Schritt ist gleich wichtig und bedingt den jeweils nächsten. Genau genommen kann bereits die Anfahrt zum Kurs über das sich Warmmachen bis hin zum gesamten technischen und geistigen Ablauf unseres Bogenweges sich bei Ungereimtheiten wie ein roter Faden von einem zum anderen spinnend auf das Gesamte in seiner Qualität der Ausführung dementsprechend positiv oder negativ auswirken.
Der Weg ist stets das Ziel
Ob bei der Sitzmeditation, dem Bogenweg oder auch auf einer Pilgerreise, ist dabei völlig egal. Ob sitzend, mit dem Bogen in der Hand oder zu Fuß gehend – alle diese Methoden folgen letztlich dem Weg der inneren Stimme.
Wir alle haben Sehnsüchte. Sind Suchende. Etwas schickt uns los auf einen dieser Wege, vom dem wir nicht wissen, was wir dort genau suchen, geschweige denn, was uns erwartet. Dennoch spüren und hören wir seinen Ruf und folgen ihm willig, weil er sich immer stärker meldet, sich geradezu beschwert, weil er gehört und umgesetzt werden will. Es ist unsere Intuition, unser Bauchgefühl, das in der modernen Gesellschaft immer weniger Beachtung findet, unterdrückt wird und dadurch allmählich verwelkt. Es strebt nach Ausgleich. Ausgleich durch Bewusstheit uns selbst gegenüber, um wieder eine innere Balance herzustellen, die dieser inneren Stimme wieder zu einer befriedeten inneren Stille verhilft. Eine innere Stille, die durch eine nun wieder herrschende innere Ordnung einen seine Sinne und somit sich selbst spüren lässt.
Auf das Bogenschießen würde dies vollendet heißen: Der Pfeil löst sich! “ Es“ schießt: die zuvor verinnerlichte Technik und die daraus entstehende geistige Intuition. Eine „konzentrierte Leere“ die gedanklich loslässt (Leere) und unterbewusst das verinnerlichte abruft. Einklang von Körper, Geist und dadurch bedingt Seele.
Am Ende sind wir dadurch uns selbst bewusst und können wieder gelassener und kreativer im Hier und Jetzt sein sowie einen inneren Frieden und dadurch bedingt Freude und Glück erfahren. Wir schaffen es so, ohne zu verkrampfen unsere Ziele zu erreichen, die wiederum nur Zwischenetappen auf unserem weiteren Lebensweg darstellen. Wir verstehen und akzeptieren uns dadurch immer mehr als Teil des großen Ganzen und können erfahren, dass unsere Lebensfreude und ein Lebenssinn nicht nur von der Zielerreichung allein abhängig sind, sondern vom Weg selbst gespeist werden.
Wohl wissend um das Ziel, aber ohne bei einer etwaigen Verfehlung auf dem Weg dorthin deshalb glauben zu müssen, versagt zu haben oder das Ganze als vertane Lebenszeit abzutun.
Ich bin aus oben genannten Gründen der Überzeugung, dass dieser „Umweg“ über eine begleitende Selbsterfahrung während des Erlernens des Bogenschießens auch ein nachhaltiger Lehrweg für den Bogenschützen selbst ist.
Wir lernen den (Bogen-)Weg in unserem Leben, im Hier und Jetzt zu begreifen und zu schätzen. Er lehrt uns Geduld und macht uns allein deshalb schon glücklicher.
Veränderung ist stets ein Prozess, der Zeit braucht. Wir müssen nur damit beginnen. Denn:
„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
(Lucius Annaeus Seneca)
So wie jeder geschossene Pfeil für sich nur ein Augenblick ist, bei dem mit dem jeweils nächsten Pfeil immer wieder von neuem eine Chance zu einer Verbesserung besteht, so ist auch jeder Moment und auch Mensch, dem wir begegnen, ein Spiegel unserer selbst, dem wir gegenüberstehen, und eine neue Chance, sich in seinem Denken und Handeln selbst zu erkennen und immer wieder neu zu erfinden und zu verändern.
Veränderung beginnt bei uns selbst!
Und abschließend die Aussage und zugleich Frage an uns alle:
„innerer Wandel als Lösung für globalen Wandel!?“
