Verein


1966 musste die Abteikirche Neresheim, Balthasar Neumanns letzter, großer Sakralbau, wegen akuter Einsturzgefahr baupolizeilich geschlossen werden. Im "Verein zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim e.V." fanden damals Freunde und Helfer zusammen, um die Mönche auf dem Ulrichsberg bei der Wiederher- stellung ihres kultur- und kunstgeschichtlich bedeutenden Erbes zu unterstützen. Das Symbol sind die schützenden Hände. Die Losung heißt "pro Neresheim".

1975 konnte die Abteikirche gerettet wiedereröffnet werden. Alle übrigen Bauten des Klosterensembles befanden sich jedoch in mehr oder weniger gleich desolatem Zustand, so dass der Freundeskreis "pro Neresheim" seine Mithilfe seither auf die Wiederherstellung und Erhaltung des Ganzen ausgedehnt hat.

Vieles ist inzwischen getan! Vieles bleibt noch zu tun! Mehr als tausend Mitglieder und namhafte Spender "pro Neresheim" suchen deshalb Gleichgesinnte, die mit ihnen die Überzeugung teilen, dass ein Baudenkmal wie die Abtei Neresheim ein Stück unser aller Kultur und Geschichte verkörpert, dass dieses großartige Erbe auch gemeinsame Aufgabe ist.

Was die Abtei erhält, gibt sie auf ihre Weise vielfach zurück. Sie ist Erlebnis - ein ganz besonderer Ort der "Besinnung, Bildung und Begegnung" inmitten einer der reizvollsten Landschaften Baden-Württembergs: der Weite des Härtsfeldes, am Ostrand der Schwäbischen Alb.

Die wiederhergestellte Abteikirche zählt mit ihren Deckenfresken von Martin Knoller zu den absoluten Höhenpunkten der europäischen Barockarchitektur. Das restaurierte und gut ausgestattete Klosterhospiz steht Tagesbesuchern, ruhe- und erholungssuchenden Urlaubsgästen, wie Tagungs- und Seminarteilnehmern gleichermaßen offen. Während der Sommermonate sind die "Konzerte in der Abteikirche" mit ihren international bekannten Interpreten Musikereignisse von außerordentlichem Rang.

Im Herbst 2009 öffnete ein weiterer Anziehungspunkt seine Tür: das Klostermuseum mit interessanten Dokumentationen der Entstehungs- und Baugeschichte, mit sehenswerten Räumen wie dem Festsaal von Dominikus Zimmermann.



© 2014 Andreas Kohler & Ralf Nuding GbR